Das Wichtigste vorweg:

  • Die erste Kantatenaufführung mit Publikum seit Pandemiebeginn am Freitag, 23. April 2021, geriet zum bewegenden Ereignis. Es war ein herzergreifendes Wiedersehen, jubilierende Musik, spürbare Resonanz zwischen Aufführenden und Lauschenden – ein Appetizer für Künftiges! Wir bleiben dran, so gut wir eben können und dürfen. Das Ziel, bis 2027 das gesamte Vokalwerk von J. S. Bach aufgeführt und eingespielt zu haben, bestätigen wir hiermit noch einmal klar und deutlich. Ab 2022 beginnt die «Aufholjagd» für die im Jahr 2020 ausgefallenen Konzerte. Wir werden jeweils Sonderkonzerte am Donnerstagabend dazwischenschalten, gut dosiert, damit es aushaltbar bleibt für Interpreten und Publikum.
  • Unser musikalischer Leiter Rudolf Lutz ist zum Ehrendoktor der Universität Zürich gekürt worden. Genauer: zum Dr. h. c. theol. in Würdigung seiner Verdienste um die Vermittlung geistlicher Musik und speziell jener von J. S. Bach. In der Beilage finden Sie unsere diesbezügliche Medienmitteilung; an dieser Stelle sei einfach herzlich gratuliert – wir sind sehr stolz auf Dich, lieber Ruedi!

Nun aber zum kommenden Kantatenkonzert. Es findet am Freitag, 21. Mai 2021 in der Olma-Halle 2.0 statt, unserem Ausweichstandort in Coronazeiten. Er bewährt sich auch und gerade für den Chor, der dank Vereinzelung auf riesiger Bühne mit behördlicher Duldung auftreten darf und für den dennoch ein kohärenter Klang entsteht. Die Kantate «Wer da gläubet und getauft wird» BWV 37 braucht solche Kohärenz, denn die Chornummern sind sehr vielgestaltig, vom elegant fliessenden Eingangschor über ein reich verziertes, solistisch besetztes Choralduett in der Kantatenmitte bis zum reformatorisch-gewichtigen Schlusschoral. Dazwischen eine Tenor- und eine Bassarie in der bekannten Bach‘schen Qualität. Ein prächtiges Stück, zur Himmelfahrtsfeier von 1724 geschrieben.

Als hätten wir es vorausgeahnt, bilden ja Fotos der Häuserfassaden von Trogen die Kulisse für unsere Aufführungen in der nüchternen Olma-Halle. Auf diese Weise kann sich Frau Dr. phil. Heidi Eisenhut als unsere nächste Reflexionistin doch ein wenig heimisch fühlen. Denn sie wirkt in Trogen und schreibt über Trogen, dies in ihrer Eigenschaft als Leiterin der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden. Nun aber wird sie bei uns reden, wohl weniger über abgebildete Fassaden als eher zum ziemlich lutherischen Inhalt der Kantate.

Gemäss geltender Bestimmungen sind wiederum nur 50 Teilnehmer zum Konzert zugelassen, Hallenkapazität hin- oder her. Wir lassen das Los unter den Angemeldeten über die Zulassung bestimmen. Bitte melden Sie sich bis zum 14. Mai 2021 an, wenn Sie dazu gehören wollen. Ebenso bitten wir all jene, die zum zeitlich beschränkt (bis am Sonntagabend) aufgeschalteten Live-Stream Zugang erhalten wollen, um entsprechende Mitteilung. Ein einfaches Mail an info@bachstiftung.ch genügt.

An dieser Stelle ein Wort zu unseren Live-Streams: Sie waren und bleiben ein unerlässliches Instrument während des vollständigen Lockdowns, um Ihnen so etwas wie ein Konzerterlebnis in die Stube zu zaubern. Wir halten ihn mindestens so lange kostenlos aufrecht, als noch Restriktionen in der Publikumszulassung bestehen. Die zahlreichen Spenden, die uns in den letzten Monaten erreicht haben, freuen uns sehr, denn sie sind entscheidend für die Deckung des hohen Zusatzaufwands. Danke!

Ein Letztes: Die Krise als Chance hat nebst dem Livestream ein weiteres Online-Format in die Welt gesetzt. Mit der «Bach Factory» versuchen wir unsere grosse internationale Gefolgschaft über das zu orientieren, was gerade bei uns so läuft. Also zumeist die Vorbereitung einer Kantateneinspielung. Das erste Video der «Bach Factory» behandelt die erste Kantatenaufführung dieses Jahres und ist inzwischen fertiggestellt worden. Sie sind herzlich dazu eingeladen, diese erste «Bach Factory» auf unserem YouTube-Kanal anzuschauen. Kurz darauf wird die Aufnahme des erwähnten Konzerts in Ton und Bild in voller Länge auf Bachipedia zur Verfügung stehen.

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