„Ach Gott, wie manches Herzeleid“ BWV 58 ist ein gesungener Dialog zweier sich im Glauben bestärkender Seelen; den Anfang wie den Schluss der Kantate bilden, mächtigen Säulen gleich, zwei durch die Sopranstimme (Gerlinde Sämann) intonierte Choräle im Cantus Firmus, begleitet und kommentiert durch die Bassstimme (Peter Harvey) und die Instrumentalisten. In der Mitte steht eine überaus reizvolle Sopranarie mit Violinsolo, die ihrerseits von sehr reichhaltigen Rezitativen umrahmt wird. Die formale Strenge der Kantate wird durch die überschäumende Freude der letzten Nummer wundervoll überstrahlt.

Mit Martin Petzoldt haben wir den musico-theologischen Bachforscher zu Gast. Sein Kommentar zu den Vokalwerken Bachs gehört zum obligaten Bestand jedes Bachinterpreten; in gewissem Sinnen handelt es sich ebenfalls um Hochkonzentriertes: hochkonzentriertes Wissen nämlich, für dessen Weitergabe man nur dankbar sein kann.

Wir freuen uns sehr darüber, dass uns die Eminenz aus Leipzig die Ehre erweist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.