BWV 248, II. Teil am 14. Dezember in Trogen


Wohlbekanntes aufführen und dabei das Gegenteil eines «Déjà-entendu»-Effekts erzielen, so stellen wir uns die innere Motivation unseres künstlerischen Leiters Rudolf Lutz im Angesicht des besonders beliebten zweiten Teils des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach vor.

Wir sind zuversichtlich, dass genau solches an unserem nächsten Konzert vom 14. Dezember 2018 geschieht: Dass Sie überrascht werden von Unerhörtem. Denn polyphone Transparenz steht ganz oben auf unserer Prioritätenliste, Hörbarkeit auch der Zwischentöne, des scheinbar Unwichtigen, bei Bach aber unbedingt Gleichwertigen.

Die kostenlose Generalprobe findet am Donnerstagabend um 18.15 Uhr statt. KEINE Generalprobe am Freitag. Aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte unserer Webseite.

Zwischentöne zu vermitteln vermag gewiss auch unser nächster Reflexionsreferent Karl-Josef Kuschel. Der Theologe katholischer Provenienz hat sich längst auf eine interreligiöse Metaebene begeben und setzt in gewisser Weise die Tübinger Tradition des Schweizer Theologen Hans Küng fort. Was wäre passender als das Stichwort «Weltethos», wenn die Engel auf Erden kommen, um Frieden daselbst zu verkünden?

Kurz nach diesem Trogener Kantaten-/Oratoriumskonzert steht unser nächster Grossanlass auf dem Programm, das Konzert «Zwischen den Zeiten» von Freitag, 28. Dezember 2018, zu St. Laurenzen in St. Gallen. Wiederum verknüpft Rudolf Lutz die Aufführung eines gewichtigen Bach-Werks (diesmal wieder einmal der Kantate «Gloria in excelsis Deo» BWV 191!) mit Kompositionen, die vor Bach, aber in dessen Umfeld entstanden sind. Diesmal sind es Werke von Sebastian Knüpfer und Johann Schelle, die wohl erstmals und vielleicht auch letztmals in St. Gallen zu hören sein werden. Dazwischen liest Peter Kner einen wundervoll passenden Text von O. Henry: «Das Geschenk der Weisen».

Dieses Konzert wird wiederum vollumfänglich finanziert von einer unserer Gönnerinnen und ist für das Publikum kostenlos; hingegen wird eine Kollekte zugunsten eines Bach-nahen und uns sehr wichtigen Zwecks erhoben, zu dem Rudolf Lutz am Konzertabend noch einige Erklärungen geben wird. Billetts können ab sofort bei unserer Geschäftsstelle (info@bachstiftung.ch) bestellt werden.

Wir wünschen Ihnen besinnliche Advents- und Weihnachtstage.

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