BWV 212 auf dem Chäserrugg


Braucht Bachs Musik einen passenden Rahmen?

Wir sind uns wohl einig: eigentlich nicht. Die Akustik muss natürlich stimmen. Die Kompositionen sind derart gut, dass man sie notfalls auch in einer Schalterhalle aufführen könnte. Was ja möglicherweise durchaus reizvoll wäre! Wir haben uns für die «Bauernkantate» BWV 212 insofern etwas Besonderes einfallen lassen, als wir jene zeitferne Ländlichkeit der sächsischen Tiefebene an dieser unserer alpenländischen Herkunft spiegeln wollen. Dafür haben wir ein Kunstobjekt der ersten Klasse ausgewählt: den Herzog & de-Meuron-Bau auf dem Chäserrugg ganz oben im Toggenburg. Die Spitzenarchitektur der Bergstation nimmt die Themen des Alpstalls und der Bauernsame so genial auf, wie Bach die Melodien der damals gängigen deutschen Volkslieder verinnerlichte.

Wer könnte sich besser für eine Reflexion der bäuerisch-kultivierten Vorlage eignen als der wohl originellste Kunst-Volksmusiker unserer Region, Noldi Alder? Mit dem ihm eigenen Schalk und der gleichzeitig applizierten Ernsthaftigkeit hat er schon vor sieben Jahren in Trogen überzeugt. Für uns war klar: Die Bauernkantate muss ihm gehören!

Wir sorgen nach Kräften dafür, dass das Chäserrugg-Konzert für Sie nicht zum logistischen Albtraum wird. Bitte sehen Sie sich die Reiseinstruktionen bei Erhalt Ihres Billetts genau an. Für Fragen aller Art steht unser Sekretariat selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung.

Für Gönner unserer Stiftung oder solche, die es gerne werden möchten, besteht bekanntlich das Zusatzangebot, am Freitagnachmittag mit dem Stiftungspräsidenten ab Alp Sellamatt durch das Gluristal auf den Chäserrugg zu steigen. Wir werden von einem erfahrenen Mitglied der Bergrettung begleitet. Marschtüchtigkeit und Trittsicherheit werden vorausgesetzt, Anmeldungen sind bis zum 20. Juni 2018 möglich an unser Sekretariat.

Bleibt, Ihnen zum wiederholten Male die Appenzeller Bachtage 2018 ans Herz zu legen. Ein wirklich reichhaltiges Programm in ungezwungener Atmosphäre erwartet Sie in St. Gallen, Teufen, Stein und Appenzell. Benutzen Sie die Gelegenheit, den anwesenden Künstlern näherzukommen! Zu einem Stelldichein mit Angela Hewitt, Anselm Grün, Rudolf Lutz und allen anderen eingeladenen Persönlichkeiten kommen Sie nicht so rasch wieder. Das Motto des Kleinfestivals heisst «Bach-Bilder». Dahinterzukommen, was Bach damals sah, was er sich vermutlich vorstellte, wie richtig oder falsch die Vorstellungen über Bach im Laufe der Zeit gewesen sind, das alles und viel mehr wollen wir in den fünf Tagen in der Ostschweiz erkunden. Bestellen Sie das Generalprogramm und leiten Sie es an Ihre Freunde aus nah und fern weiter! Vielen Dank.

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