Assmann

Jan Assmann, geboren 1938, studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen. Er war bis 2003 ordentlicher Professor für Ägyptologie in Heidelberg und ist seit 2005 Honorarprofessor für Allgemeine Kulturwissenschaft und Religionstheorie an der Universität Konstanz. Über viele Jahre betrieb er epigraphisch-archäologische Feldarbeit in Theben-West (Beamtengräber der Saiten- und Ramessidenzeit). Einem grösseren Publikum wurde Jan Assmann durch seine Deutung der Entstehung des Monotheismus bekannt. Für den Monotheismus sei ein «Preis» zu zahlen, der unter anderem in intensiven religiösen, kulturellen und politischen Auseinandersetzungen bestehe. Auch über die Da Ponte Librettos zu Mozart-Opern hat Jan Assmann sehr erfolgreich geforscht. Unter seinen jüngeren Publikation sind « Monotheismus und die Sprache der Gewalt » (Picus, Wien 2006), « Das kulturelle Gedächtnis: Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen » (Beck, München 2007), und « Steinzeit und Sternzeit: Altägyptische Zeitkonzepte » (Fink, Paderborn 2011) hervorzuheben.

Neben Ehrendoktoraten erhielt Jan Assmann viele Preise, zuletzt 2007 in Lausanne den Europäischen Essaypreis der Charles Veillon-Stiftung und 2011 den Thomas-Mann-Preis. Er ist mit der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann verheiratet und hat 5 Kinder. Er lebt in Heidelberg und Konstanz.