Referenten
Roland Moser
(Referat vom 16. November 2012)
1943 in Bern geboren, wo er auch seine Musik-Ausbildung (u.a. Komposition bei Sandor Veress) erhielt. Spätere Studien führten nach Freiburg/Br. und Köln. Von 1969–1984 unterrichtete er am Winterthurer Konservatorium Theorie und Neue Musik. Danach arbeitete er bis zu seiner Emeritierung 2008 an der Basler Hochschule für Musik mit Klassen für Komposition, Instrumentation und Musiktheorie. Als Mitglied des «Ensemble Neue Horizonte Bern», dessen Mitglieder mehrheitlich auch kompositorisch tätig sind, sammelt er seit über vierzig Jahren Erfahrungen mit experimenteller Musik.
Sein umfangreiches Oeuvre kreist um einige Schwerpunkte: Neue Auseinandersetzung mit der Epoche der Romantik in grösseren zyklischen Arbeiten mit Singstimmen und und zwei abendfüllenden musikdramatischen Werken, sowie Chor-, Orchester- und Kammermusik.
Öfters bilden historische Gattungen oder Einzelwerke den Ausgangspunkt zu neuen oder auch bloss leicht verschobenen Hörweisen. Ein besonderes Interesse gilt – auch in zahlreichen Texten – besonderen Phänomenen von Harmonik, musikalischer Zeit und der Beziehung von Musik und Sprache. Roland Mosers musikalische «Reflexion» über die Bachkantate «Nur jedem das seine» ist eine für Trogen geschaffene, kurze Komposition.